Was bleibt Ihnen, wenn du nicht mehr arbeiten können?

4 Schritte – Ihre persönliche Einkommenslücke, konkret und ehrlich berechnet.

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Basisdaten
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Ausgaben
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Beratung
Ihr Absicherungstyp
Ihre Person
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💡 Diese Ausgaben laufen weiter – auch wenn du morgen berufsunfähig werden. Trage ein, was zutrifft. Felder ohne Angabe werden als 0 € gewertet.
🏠 Wohnen
Kaltmiete + Nebenkosten / Monat
Monatliche Rückzahlung Baudarlehen o.ä.
🛒 Lebenshaltung
Kitabeiträge, Schule, Freizeit etc.
🏥 Krankenversicherung
Inkl. Arbeitgeberanteil entfällt bei BU komplett
📈 Altersvorsorge
Riester, Rürup, ETF-Sparplan, Lebensversicherung
Versicherungen, Abo, Auto, Sonstiges
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* Näherungswerte Stand 2026. BU: 80% Netto als Absicherungsziel (kein gesetzlicher Anspruch bei BU). DU: BeamtVG-Näherung, Länderregelungen können abweichen. Mindestversorgung 2.000 € Brutto (Bund). Zurechnungszeit pauschal 15 Jahre. Keine Rechts- oder Finanzberatung.

Warum gerade Akademiker und gut Verdienende besonders genau hinschauen sollten

Ich höre in Beratungsgesprächen immer wieder denselben Satz: „Ich verdiene gut, ich hab was auf der hohen Kante – das wird schon gehen.“ Meistens sagen das Menschen, die zwischen 4.000 und 8.000 € netto verdienen. Und meistens stimmt es nicht.

Wer mehr verdient, hat auch höhere Fixkosten: größere Wohnung oder Eigenheim, PKV, höhere Kreditraten, laufende Altersvorsorge, Kinderkosten. Die absolute Einkommenslücke bei Berufsunfähigkeit ist bei gut Verdienenden deshalb oft größer als bei jemandem mit 2.000 € netto – nicht kleiner.

Der Rechner oben macht das sichtbar. Was du dort siehst, bespricht dieser Text.

BU ist nicht Erwerbsminderung – der Unterschied, der alles entscheidet

Bevor wir in die Zahlen gehen: der häufigste Denkfehler. Viele glauben, beim Staat gebe es eine Art Absicherung, wenn man nicht mehr arbeiten kann. Die gibt es – aber nicht für Berufsunfähigkeit.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift erst, wenn du weniger als 6 Stunden täglich irgendeiner Arbeit nachgehen kannst – egal welcher. Die Ingenieurin, die nach einem Bandscheibenvorfall nicht mehr am Schreibtisch sitzt, aber theoretisch als Kassiererin arbeiten könnte: kein Anspruch auf volle EMR. Der Unternehmensberater, der nach einem Burnout seinen Job nicht mehr macht, aber irgendwie 6 Stunden am Tag etwas anderes tun könnte: ebenfalls nicht.

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung dagegen zahlt, wenn du deinen konkreten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst. Nicht irgendein Job – deinen. Das ist ein fundamental anderes Konzept.

Was die durchschnittliche volle Erwerbsminderungsrente 2026 beträgt: rund 988 €/Monat. Für jemanden mit 5.000 € Netto bedeutet das eine Lücke von über 4.000 € – monatlich. Auf zehn Jahre: über 480.000 €. Und das ist noch der Fall, in dem die EMR überhaupt gewährt wird.

Aus der Praxis: Die Unternehmensberaterin, die zu wenig versichert war

Lena F., 34, Unternehmensberaterin in einem mittelgroßen Beratungshaus, Nettoeinkommen ca. 4.800 €/Monat. BU-Rente: 2.000 € – abgeschlossen nach der Daumenregel „60 % des Bruttos“.

Als wir die tatsächlichen Ausgaben aufgeführt haben: Miete 1.380 €, PKV 340 €, ETF-Sparplan 400 €, Kredit für die Einbauküche 180 €, sonstige Fixkosten ca. 520 €. Summe: 2.820 € – allein für die Basics. Die versicherte BU-Rente hätte 820 €/Monat nicht gereicht.

Bei einer jährlichen Steigerung der Lebenshaltungskosten von 3 % hätte sich diese Lücke in zehn Jahren auf über 1.100 €/Monat ausgeweitet – ohne jede Leistungsdynamik im Vertrag. Wir haben die Rente über die Nachversicherungsgarantie erhöht und eine 2-Prozent-Leistungsdynamik aufgenommen.

Akademiker mit Versorgungswerk: Warum das kein Schutz bei BU ist

Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Steuerberater, Apotheker – wer Mitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk ist, zahlt dort statt in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das Versorgungswerk bietet auch eine BU-Rente. Klingt gut – ist es aber nur bedingt.

Der entscheidende Unterschied: Das Versorgungswerk zahlt im Regelfall erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit – das heißt 100 %, nicht 50 % wie bei der privaten BU. In der Praxis heißt das: Ein Chirurg, der nach einem Nervenschaden an der rechten Hand nicht mehr operieren, aber noch Gutachten schreiben kann, erhält vom Versorgungswerk oft nichts. Ein Anwalt, der nach einem Burnout seine Mandate nicht mehr trägt, aber theoretisch noch juristische Texte verfassen könnte, ebenso.

Die Anerkennungsquote liegt in den meisten Versorgungswerken nach unserer Erfahrung unter einem Prozent der Mitglieder. Das Versorgungswerk ist eine hervorragende Altersvorsorge – aber kein Ersatz für eine private BU.

Aus der Praxis: Der Zahnarzt, der dem Versorgungswerk vertraute

Dr. Markus T., 39, niedergelassener Zahnarzt, Kassenzärztliche Vereinigung, Versorgungswerk Bayern. Jahreseinkommen ca. 140.000 € brutto. Keine private BU – „das Versorgungswerk reicht“.

Als wir den Versorgungswerk-Vertrag zusammen durchsahen: Leistung erst bei 100 % Berufsunfähigkeit. Das wahrscheinlichste Szenario für einen Zahnarzt – eine Erkrankung am Bewegungsapparat, die das Arbeiten in der Praxis stark einschränkt, aber nicht vollständig unmöglich macht – wäre nicht abgedeckt.

Ein privater BU-Vertrag war aufgrund einer Schultervorerkrankung nur mit Ausschluss für den Schulterbereich möglich. Aber: Der häufigste BU-Grund ist nicht der Schulter-Ausschluss – es sind psychische Erkrankungen (ca. 30 %) und alle anderen körperlichen Erkrankungen, die vollständig mitversichert sind. Besser als nichts – und erheblich besser als der Irrglaube, das Versorgungswerk rücke ein.

Was wirklich von deinem Einkommen abhängt – und läuft, auch wenn du es nicht tust

Wer als Angestellter oder Freiberufler berufsunfähig wird, verliert sein Einkommen. Das ist der offensichtliche Teil. Aber manche Ausgaben hören nicht auf – sie laufen einfach weiter.

AusgabeAngestellt (Beispiel)Was bei BU passiert
Miete / Hypothek1.200 €/MonatLäuft unverändert weiter
PKV-Beitrag340 €/MonatLäuft weiter – ohne AG-Anteil
Private Altersvorsorge300 €/MonatFällt weg oder wird gestoppt
Lebensmittel & Haushalt650 €/MonatLäuft weiter
Kinder600 €/MonatLäuft weiter
Sonstiges (Auto, Abo, etc.)400 €/MonatMeist weiter
Summe3.490 €Vs. EMR: ca. 988 €

Die Lücke in diesem Beispiel: 2.502 €/Monat. Auf zehn Jahre: über 300.000 €. Das ist keine Hochrechnung mit Worst-Case-Annahmen – das sind typische Zahlen aus unseren Beratungen für Akademiker und gut verdienende Angestellte.

Selbstständige und Freiberufler: die Gruppe mit der größten Lücke

Wenn du selbstständig oder freiberuflich arbeitest und nicht freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst, besteht bei Berufsunfähigkeit keinerlei staatliche Absicherung. Keine EMR, kein Krankengeld nach 6 Wochen – nichts. Die Lücke entspricht deinem vollen Einkommen.

Das gilt für freiberufliche Ingenieure, Designer, Berater, Coaches, IT-Freelancer, Journalisten und viele andere. Gerade in dieser Gruppe begegnen mir immer wieder Menschen, die eine BU für zu teuer halten – und dabei übersehen, dass sie ohne sie komplett ungeschützt sind.

💡 Gut zu wissen für Selbstständige: Viele BU-Tarife orientieren die maximale Rentensumme am Nettoeinkommen. Bei schwankenden Einkünften wird häufig der Durchschnitt der letzten 3 Jahre zugrunde gelegt. Wer in einem guten Jahr viel verdient hat und dann in einen BU-Fall gerät, in dem das Einkommen gerade niedriger war, kann manchmal weniger absichern als gedacht. Das planen wir in der Beratung vorausschauend.

Die zweite Lücke: Was mit deiner Altersvorsorge passiert

Stell dir vor, du wirst mit 37 berufsunfähig. Deine BU-Versicherung zahlt – gut. Aber in den nächsten 30 Jahren passiert noch etwas anderes: Du zahlst nichts mehr in dein ETF-Depot ein. Nichts in die Rentenversicherung. Nichts in Riester oder Rürup.

Das bestehende Kapital wächst noch – aber nur auf dem, was schon da ist. Keine frischen Beiträge, kein weiterer Aufbau. Wer mit 37 eine Sparrate von 400 €/Monat einstellt, verliert über 30 Jahre bei 5 % durchschnittlicher Rendite rund 266.000 € an zukünftigem Kapital. Das ist die stille, versteckte Lücke – die erst sichtbar wird, wenn die BU-Rente mit 67 endet.

Die Lösung dafür ist nicht kompliziert, aber sie muss bei der richtigen BU-Höhe einkalkuliert werden. Im Rechner oben kannst du deine laufenden Altersvorsorge-Beiträge mit angeben – genau deshalb.

Aus der Praxis: Der Ingenieur, der mit 67 vor dem Problem stand

Klaus B., 67, Maschinenbauingenieur, wurde mit 42 berufsunfähig – Rücken. BU-Rente: 2.100 €/Monat bis 67. Das hat funktioniert. Die laufenden Kosten waren gedeckt, die Familie gesichert.

Mit 67 endete die BU-Rente. Die gesetzliche Rente, die nach 42 Beitragsjahren und 25 Jahren ohne Einzahlung übrig blieb: 1.180 €. Das Aktiendepot, das seit 42 nicht mehr bespart worden war: 68.000 € – gewachsen, aber kaum. Die Immobilie war schuldenfrei – Glück gehabt. Aber wer das nicht hat, steht mit 67 vor einer neuen Lücke.

Das ist kein Einzelfall. Und es ist das, was passiert, wenn man bei der BU-Höhe nur den laufenden Bedarf, aber nicht die Altersvorsorge einrechnet.

Wie hoch sollte die BU-Rente für Akademiker und gut verdienende Angestellte sein?

Die Standard-Faustregel lautet: 80 % des Nettos. Das ist ein vernünftiger Ausgangspunkt – aber nur ein Ausgangspunkt.

In der Praxis kommt es auf drei Dinge an:

1. Was kosten deine Fixkosten tatsächlich? Miete oder Hypothek, PKV, laufende Verträge, Kinder, Kredit – das zeigt der Rechner oben konkret. Wer große Fixkosten hat, braucht mehr als 80 %.

2. Willst du weiterhin Vermögen aufbauen? Wenn ja, muss die BU-Rente das einschließen. Sonst hast du mit 67 zwar 25 Jahre BU-Rente überstanden – und dann ein Altersvorsorge-Problem.

3. Wie hält die Rente mit der Inflation Schritt? Eine BU-Rente von 3.000 € heute hat in 20 Jahren bei 3 % Inflation nur noch Kaufkraft von 1.661 €. Eine Leistungsdynamik – die ausgezahlte Rente steigt jährlich um einen festen Prozentsatz – ist kein Extras, sondern Grundschutz gegen die stille Entwertung.

Bernd Krause, Finanzen Fairstehen

„Der häufigste Fehler bei gut Verdienenden: Sie versichern das Gefühl, nicht die Realität. 2.000 € BU-Rente klingt nach viel. Bis man aufschreibt, was wirklich läuft – und merkt, dass es 800 € zu wenig sind. Deshalb haben wir den Rechner gebaut, der genau das sichtbar macht.“

Bernd Krause · Finanzen Fairstehen · Karlsruhe · #finanzenfairstehen

Häufige Fragen zur BU für Angestellte und Akademiker

Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung?

Berufsunfähigkeit: Du kannst deinen konkreten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben. Die private BU-Versicherung zahlt – egal ob du theoretisch irgendeinen anderen Job machen könntest.

Erwerbsminderung: Du kannst weniger als 6 Stunden täglich irgendeiner Arbeit nachgehen. Die gesetzliche EMR greift erst dann – und auch nur, wenn du in den vergangenen Jahren ausreichend eingezahlt hast. Der Unterschied ist erheblich: Viele BU-Fälle führen zu keiner EMR-Anerkennung.

Ich bin Mitglied im Versorgungswerk. Brauche ich trotzdem eine private BU?

In der Regel ja. Das Versorgungswerk zahlt seine BU-Rente meistens erst bei 100 % Berufsunfähigkeit – also wenn du gar nicht mehr in deinem Beruf tätig sein kannst. Die private BU zahlt bereits bei 50 % Einschränkung.

In der Praxis bedeutet das: Das wahrscheinlichste BU-Szenario – eine Erkrankung, die dich stark einschränkt, aber nicht vollständig aus dem Beruf zwingt – deckt das Versorgungswerk nicht ab. Wir prüfen deinen konkreten Versorgungswerk-Vertrag und zeigen dir, welche Lücke tatsächlich besteht.

Wie hoch ist die maximale BU-Rente, die ich versichern kann?

Die meisten Versicherer begrenzen die BU-Rente auf 60 % des Bruttoeinkommens bzw. 80–90 % des Nettos. Für gut Verdienende kann das bedeuten, dass die volle Lücke nicht versicherbar ist – zum Beispiel bei sehr hohen Einkommen.

Akademiker in Kammerberufen haben bei einzelnen Versicherern höhere Absicherungsgrenzen oder Sondertarife. Wer bereits eine BU hat, kann manchmal über eine Nachversicherungsgarantie erhöhen, ohne neue Gesundheitsprüfung. Das klären wir in der Beratung.

Ich habe Vorerkrankungen. Kann ich trotzdem eine BU abschließen?

Häufig ja – aber die Reihenfolge ist entscheidend. Zuerst die anonyme Risikovoranfrage: Wir fragen bei mehreren Versicherern an, ohne deinen Namen oder eine formelle Anfrage zu stellen. So wissen wir, welcher Anbieter zu deinem Profil passt – vor jedem Eintrag in ein Versicherungsregister.

Möglich sind dann: Abschluss mit Ausschluss der Vorerkrankung, Beitragszuschlag oder – seltener – vollständige Ablehnung. Der häufigste BU-Grund (psychische Erkrankungen, ca. 30 %) ist dabei oft nicht der Vorerkrankungs-Ausschluss. Wir klären das konkret.

Sollte ich eine Leistungsdynamik einbauen – und wenn ja, wie hoch?

Ja – die Leistungsdynamik ist kein Extras, sondern Inflationsschutz. Eine BU-Rente, die jahrzehntelang konstant bleibt, verliert real an Wert. 2 % jährliche Erhöhung der ausgezahlten Rente ist ein gängiger Wert – bei 3 % Inflation ist er knapp, aber besser als nichts.

Zu unterscheiden: Beitragsdynamik (dein Beitrag steigt, damit die Rente im Versicherungsfall höher ist) vs. Leistungsdynamik (die ausgezahlte Rente steigt jährlich, wenn du sie schon beziehst). Letztere ist der wirkliche Inflationsschutz im Leistungsfall.

Was passiert mit meinem ETF-Depot und meiner Altersvorsorge, wenn ich BU werde?

Du hörst auf einzuzahlen – außer, du nutzt einen Teil deiner BU-Rente dafür. Das bestehende Kapital wächst weiter, aber keine frischen Beiträge kommen mehr rein. Über 20–30 Jahre macht das einen erheblichen Unterschied beim Endkapital.

Einige BU-Tarife bieten eine Beitragsbefreiung bei BU: Der Versicherer zahlt deinen BU-Beitrag weiter. In Kombination mit einer beitragsfreien Rentenversicherung kannst du so den Kapitalaufbau teilweise aufrechterhalten. Ob das sinnvoll ist, hängt von deiner Gesamtsituation ab.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den BU-Abschluss?

Möglichst früh – und das aus zwei Gründen. Erstens: Wer jünger und gesunder ist, zahlt deutlich niedrigere Beiträge. Eine BU mit 28 kostet oft weniger als die Hälfte von dem, was sie mit 38 kostet – für denselben Schutz. Zweitens: Je länger du wartest, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine Vorerkrankung den Abschluss erschwert oder verteuert. Was heute problemlos geht, kann in fünf Jahren an einer Diagnose scheitern.

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