Berufshaftpflicht für PiA – was dein Ausbildungsinstitut dir wahrscheinlich nicht sagt
Zwischen Supervisionen, Ambulanzstunden und Ausbildungskosten steht die Berufshaftpflicht bei den meisten PiA ganz unten auf der Liste. Dabei ist sie vielleicht die günstigste Absicherung, die du dir gerade leisten kannst – und eine der wichtigsten.
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Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) befinden sich nach dem Psychologiestudium in einer postgradualen Ausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG). Die Berufshaftpflichtversicherung für PiA sichert Haftungsrisiken ab, die während der praktischen Ausbildungsphasen – insbesondere bei eigenständigen Patientenbehandlungen in Ambulanzen und Kooperationspraxen – entstehen können.
Warum „Mein Institut versichert mich" oft nicht die ganze Wahrheit ist
Ich höre diesen Satz in fast jeder Beratung mit PiA. Und ja – manche Ausbildungsinstitute haben tatsächlich eine Gruppenpolice, die ihre Ausbildungsteilnehmer mitversichert. Aber „mitversichert" ist ein dehnbarer Begriff.
In der Praxis sieht das häufig so aus: Das Institut hat vor Jahren eine Rahmenversicherung abgeschlossen. Die Deckungssumme liegt bei vielleicht 1 oder 2 Millionen Euro – für alle PiA zusammen, wohlgemerkt. Die Police gilt nur für Tätigkeiten innerhalb des Instituts und seiner Kooperationspartner. Und sobald du außerhalb dieses Rahmens therapeutisch tätig bist – etwa in einer freiberuflichen Nebentätigkeit als psychologischer Berater oder als Vertretung in einer Privatpraxis – stehst du komplett ohne Schutz da.
1. Besteht eine Berufshaftpflichtversicherung, die mich als PiA namentlich oder als Gruppe mitversichert?
2. Wie hoch ist die Deckungssumme pro Schadenfall – und gilt sie pro Person oder für alle PiA des Instituts zusammen?
3. Sind Tätigkeiten außerhalb des Instituts (Kooperationspraxen, freiberufliche Arbeit, Nebentätigkeiten) ebenfalls abgedeckt?
Wenn du auf eine dieser Fragen keine klare Antwort bekommst: Schließ eine eigene Police ab. Das dauert fünf Minuten und kostet dich weniger als eine Supervisionsstunde.
Bekannt aus
Was genau passieren kann – und wie teuer das wird
„Mir passiert schon nichts" – den Gedanken kenne ich. Und statistisch gesehen stimmt er sogar für die meisten Therapiejahre. Das Problem ist nur: Wenn es doch passiert, dann trifft es dich als PiA besonders hart, weil du finanziell noch nicht auf festem Boden stehst.
Hier ein paar reale Szenarien, die PiA betreffen können:
Was eine gute PiA-Berufshaftpflicht abdecken muss
Nicht jeder Tarif ist für PiA geeignet. Hier ist, was ich dir aus Erfahrung empfehle – und was unser Tarif enthält:
- Personen-, Sach- und Vermögensschäden mit mindestens 3 Mio. Euro Deckungssumme (besser: 5 Mio.)
- Schlüsselverlust mitversichert – gerade in Kliniken und Kooperationseinrichtungen ein echtes Risiko
- Tätigkeiten in Kooperationspraxen und externen Einrichtungen abgedeckt
- Freiberufliche Nebentätigkeiten als psychologischer Berater mitversichert
- Online-Therapie und Videositzungen eingeschlossen (immer relevanter, auch in der Ausbildung)
- Weltweiter Geltungsbereich – falls du ein Auslandspraktikum machst
- Passiver Rechtsschutz: Abwehr unberechtigter Forderungen inklusive
- Nachhaftung von mindestens 3 Jahren nach Ausbildungsende
Kosten für PiA – eine ehrliche Übersicht
Ich weiß, dass jeder Euro zählt, wenn du als PiA während der PT1 gerade mal 1.000 Euro im Monat verdienst. Deshalb hier die konkreten Zahlen:
| Deckungssumme | Selbstbeteiligung | Ca. Jahresbeitrag |
|---|---|---|
| 3 Mio. Euro | 1.000 € | ab ca. 50 € |
| 3 Mio. Euro | 150 € | ab ca. 65 € |
| 5 Mio. Euro | 150 € | ab ca. 75 € |
| 5 Mio. Euro | 0 € | ab ca. 95 € |
Mein persönlicher Rat? Nimm die 5 Mio. Euro mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Das kostet dich rund 6 Euro im Monat und du bist wirklich vernünftig abgesichert. Die 1.000 Euro SB spart zwar nochmal 10–15 Euro im Jahr, aber im Schadenfall merkst du den Unterschied. Und mit unter 100 Euro im Jahr hast du einen der besten Tarife auf dem Markt. Das sind übrigens die Konditionen, die du sonst nur über Berufsverbände wie den DPtV bekommst – bei uns ohne Mitgliedschaft.
PiA vs. PiW – was gilt für die neue Ausbildungsstruktur?
Seit September 2020 gibt es mit dem reformierten Psychotherapeutengesetz den neuen Direktstudiengang. Das verändert die Versicherungslage grundlegend:
PiA (alte Ausbildungsstruktur)
Du hast dein Psychologiestudium abgeschlossen und machst jetzt die dreijährige Ausbildung (Vollzeit) oder fünfjährige (Teilzeit). Du hast noch keine Approbation. Ob du eine eigene Berufshaftpflicht brauchst, hängt davon ab, was dein Institut abdeckt. Empfehlung: Eigene Police, wenn Lücken bestehen.
PiW (neue Ausbildungsstruktur)
Du hast den Direktstudiengang absolviert und die Approbation nach dem Masterstudium erhalten. Jetzt bist du in der Weiterbildung. Und als Approbierter bist du ohne Wenn und Aber verpflichtet, eine Berufshaftpflicht abzuschließen. Kein Ermessensspielraum.
Für beide Wege gilt: Je früher du dich versicherst, desto besser. Eine Lücke im Versicherungsschutz kann im Ernstfall bedeuten, dass du auf den Kosten sitzen bleibst – und die können dir den Start in die Selbstständigkeit verderben, bevor er begonnen hat.
Verbandsrabatte nutzen – so sparst du als PiA konkret Geld
Ein Tipp, den erstaunlich wenige PiA kennen: Berufsverbände haben oft Rahmenverträge mit Versicherern, die deutlich günstigere Konditionen bieten als der Normalmarkt. Das gilt auch für PiA-Mitgliedschaften, die bei den meisten Verbänden nur einen Bruchteil der regulären Mitgliedsbeiträge kosten.
Verbände mit Sonderkonditionen für die Berufshaftpflicht sind unter anderem die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) und viele weitere. Im Rechner kannst du deinen Verband direkt auswählen und siehst sofort den reduzierten Beitrag.
Steuern und Finanzen für PiA – so holst du das Maximum raus
Ich schweife kurz vom Versicherungsthema ab, weil es wichtig ist: Als PiA hast du jedes Jahr erhebliche Ausgaben für deine Ausbildung – Ausbildungsgebühren, Supervisionskosten, Fachliteratur, Seminarbeiträge, Fahrtkosten. All das sind Werbungskosten (bei Angestelltentätigkeit) oder Betriebsausgaben (bei freiberuflicher Arbeit in der Ambulanzzeit).
Die Beiträge zur Berufshaftpflicht gehören ebenfalls dazu. Bei 75 Euro im Jahr klingt das nach wenig – aber zusammen mit allen anderen Ausbildungskosten summiert sich das schnell auf fünfstellige Beträge. Wenn du in der PT1 wenig verdienst, entstehen daraus Verlustvorträge, die deine Steuerlast senken, sobald du nach der Approbation richtig verdienst. Mach also ab dem ersten Ausbildungsjahr eine Steuererklärung. Immer.
So läuft der Abschluss – drei Schritte, fünf Minuten
Das sagen PiA über uns
Herr Selewski hat mich umfassend und kompetent zu Berufsunfähigkeits-, Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen beraten. Besonders positiv fand ich die transparente Vorgehensweise: Es wurde nichts aufgedrängt, sondern auf meine individuellen Bedürfnisse eingegangen. Hier wird fair, ehrlich und ohne Druck beraten.
Ich fühle mich beim Fairsicherungsladen sehr gut aufgehoben. Die Beratung ist kompetent, verständlich und individuell auf meine Situation zugeschnitten. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass keinerlei Druck ausgeübt wird, sofort einen Vertrag abzuschließen. Man bekommt die Zeit, in Ruhe über alles nachzudenken.
Ich habe vorher drei andere Anbieter verglichen. Der Tarif hier war nicht nur günstiger, sondern hat auch Online-Therapie und Schlüsselverlust abgedeckt – das hatten die anderen nicht. Für unter 70 Euro im Jahr fühle ich mich jetzt wirklich sicher.
Häufige Fragen zur Berufshaftpflicht für PiA
Noch unsicher, ob du eine eigene Police brauchst? Ruf uns an: 0721 358 369. Wir schauen uns deine Situation an – kostenlos und ohne irgendwelche Verpflichtungen. Oder nutze direkt unseren Rechner:

