PKV oder GKV als Beamter?

Die wichtigste Entscheidung vor deiner Verbeamtung – und warum 95% der Beamten richtig liegen, wenn sie in die PKV gehen

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Du stehst vor der Verbeamtung und fragst dich: PKV oder GKV? Diese Frage beschäftigt jeden angehenden Beamten – und die Antwort ist in den allermeisten Fällen eindeutig. Aber lass uns gemeinsam durchgehen, warum das so ist und wann es Ausnahmen gibt.

Die kurze Antwort vorweg

💡 Für über 90% aller Beamten gilt:

Die PKV ist günstiger, bietet bessere Leistungen und ist langfristig die klügere Wahl. Der Grund: Die Beihilfe übernimmt 50-70% deiner Krankheitskosten – du musst nur den Rest privat versichern. Das macht die PKV für Beamte so attraktiv wie für keine andere Berufsgruppe.

Aber keine Sorge: Wir schauen uns trotzdem beide Optionen genau an. Denn es gibt Situationen, in denen die GKV sinnvoller sein kann.

Der direkte Vergleich: Was zahlst du wirklich?

Zahlen sagen mehr als tausend Worte. Hier ein typisches Beispiel für einen Referendar (ledig, keine Kinder, 28 Jahre):

🏥 Private Krankenversicherung

ca. 180-250€

monatlicher Beitrag

Davon bezahlt der Dienstherr: 0€ direkt, aber 50-70% aller Arztkosten über die Beihilfe

Leistungen: Chefarzt, Einzelzimmer, freie Arztwahl, kurze Wartezeiten

🏛️ Gesetzliche Krankenversicherung

ca. 350-450€

monatlicher Beitrag

Davon bezahlt der Dienstherr: 0€ (kein Arbeitgeberzuschuss!)

Leistungen: Standardversorgung, längere Wartezeiten, eingeschränkte Arztwahl

⚠️ Der entscheidende Unterschied

Als Angestellter zahlt dein Arbeitgeber die Hälfte deines GKV-Beitrags. Als Beamter: nichts. Der Dienstherr beteiligt sich nur über die Beihilfe – und die funktioniert ausschließlich mit der PKV optimal zusammen.

Warum die PKV für Beamte so günstig ist

Das Beihilfesystem ist der Schlüssel. Und so funktioniert es:

1️⃣ Du gehst zum Arzt

Ob Hausarzt, Facharzt oder Krankenhaus – du bekommst eine Rechnung über die vollen Behandlungskosten.

2️⃣ Die Beihilfe zahlt 50-70%

Je nach Bundesland und Familiensituation übernimmt dein Dienstherr den Großteil der Rechnung.

3️⃣ Die PKV zahlt den Rest

Deine private Krankenversicherung deckt nur die restlichen 30-50% ab – daher der niedrige Beitrag.

Die Beihilfesätze im Überblick

Personengruppe Beihilfesatz PKV-Anteil
Beamte ohne Kinder 50% 50%
Beamte mit 1 Kind 50% 50%
Beamte mit 2+ Kindern 70% 30%
Ehepartner (ohne eigenes Einkommen) 70% 30%
Kinder 80% 20%

📊 Rechenbeispiel Familie

Ein verbeamteter Lehrer mit Frau (nicht berufstätig) und zwei Kindern hat Beihilfesatz 70%. Er versichert sich und seine Familie für nur 30% der Kosten privat. Monatliche Ersparnis gegenüber GKV: oft 400-600€!

PKV vs. GKV: Alle Vor- und Nachteile

Vorteile der PKV für Beamte

✅ Deutlich günstiger

Durch die Beihilfe zahlst du nur 30-50% der Versicherung selbst – das macht die PKV fast immer preiswerter als die GKV.

✅ Bessere Leistungen

Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, freie Arztwahl, Heilpraktiker, hochwertige Zahnbehandlungen – alles inklusive.

✅ Kürzere Wartezeiten

Termine beim Facharzt in Tagen statt Monaten. Kein “Kassenpatient”-Status.

✅ Beitrag unabhängig vom Einkommen

Ob A9 oder A16 – dein PKV-Beitrag bleibt gleich. Bei der GKV steigt er mit jeder Gehaltserhöhung.

✅ Altersrückstellungen

Ein Teil deines Beitrags wird für das Alter gespart. So bleiben die Beiträge auch als Pensionär bezahlbar.

✅ Individuelle Tarifgestaltung

Du wählst genau die Leistungen, die du brauchst – und zahlst nicht für andere mit.

Mögliche Nachteile der PKV

⚠️ Gesundheitsprüfung

Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen. Bei der GKV gibt es keine Gesundheitsfragen.

⚠️ Kein einfacher Wechsel zurück

Der Wechsel von PKV zu GKV ist als Beamter praktisch unmöglich. Die Entscheidung ist langfristig.

⚠️ Kinder kosten extra

Jedes Kind braucht einen eigenen Tarif (wenn auch mit 80% Beihilfe sehr günstig).

⚠️ Rechnungen vorfinanzieren

Du zahlst erst, reichst ein, bekommst erstattet. Das erfordert etwas Liquidität.

Wann die GKV trotzdem sinnvoll sein kann

In manchen Situationen ist die GKV die bessere Wahl – aber diese Fälle sind selten:

Fall 1: Schwere Vorerkrankungen

Wenn du aufgrund chronischer Erkrankungen in der PKV nur mit sehr hohen Zuschlägen oder gar nicht versicherbar bist, kann die GKV die einzige Option sein. Allerdings: Viele Vorerkrankungen sind versicherbar – prüfen lohnt sich immer.

Fall 2: Pauschale Beihilfe in manchen Bundesländern

Hamburg, Bremen, Thüringen, Brandenburg und Berlin bieten eine “pauschale Beihilfe” – einen Zuschuss zur GKV. Damit wird die GKV konkurrenzfähiger. Aber: Meist ist die PKV trotzdem günstiger, und die Leistungen sind besser.

Fall 3: Sehr unsichere Beamtenlaufbahn

Wenn du dir unsicher bist, ob du Beamter bleibst (z.B. Wechsel in die Privatwirtschaft geplant), könnte die GKV flexibler sein. Aber: Als Angestellter ist der Wechsel in die PKV jederzeit möglich, umgekehrt nicht.

💡 Unser Rat

Lass dich nicht von Mythen verunsichern. In 95% der Fälle ist die PKV die richtige Wahl für Beamte. Die wenigen Ausnahmen klären wir im persönlichen Gespräch.

Die häufigsten Mythen – aufgeklärt

Mythos 1: “Die PKV wird im Alter unbezahlbar”

Wahrheit: Beamten-Tarife haben Altersrückstellungen eingebaut. Zusätzlich steigt dein Beihilfesatz als Pensionär auf 70%. Die meisten Pensionäre zahlen weniger als im aktiven Dienst.

Mythos 2: “Mit Kindern ist die GKV besser wegen Familienversicherung”

Wahrheit: Kinder haben 80% Beihilfe. Ein Kind kostet in der PKV oft nur 20-40€ monatlich. Die “kostenlose” GKV-Familienversicherung gibt es für Beamte ohnehin nicht – du zahlst den vollen Beitrag allein.

Mythos 3: “Ich muss in die PKV, weil ich Beamter werde”

Wahrheit: Es gibt keine Pflicht. Du kannst als Beamter in der GKV bleiben. Es ist nur finanziell fast immer unklug.

Mythos 4: “Die PKV zahlt im Ernstfall eh nicht”

Wahrheit: Das Gegenteil ist der Fall. PKV-Tarife haben vertraglich garantierte Leistungen. Die GKV kann Leistungen jederzeit kürzen (und tut das regelmäßig).

Mythos 5: “Ich warte erstmal ab und entscheide später”

Wahrheit: Das ist der teuerste Fehler. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger ist dein PKV-Beitrag – ein Leben lang. Jedes Jahr Warten kostet dich bares Geld.

Konkrete Rechenbeispiele

Beispiel 1: Referendar, 27 Jahre, ledig

Kriterium PKV GKV
Monatsbeitrag ca. 200€ ca. 380€
Jahreskosten 2.400€ 4.560€
Ersparnis pro Jahr 2.160€ mit PKV
Leistungsniveau Premium Standard

Beispiel 2: Lehrer, 35 Jahre, verheiratet, 2 Kinder

Kriterium PKV (Familie) GKV
Beamter (70% Beihilfe) ca. 180€ ca. 520€ (Alleinverdiener)
Ehepartner (70% Beihilfe) ca. 120€
Kind 1 (80% Beihilfe) ca. 30€
Kind 2 (80% Beihilfe) ca. 30€
Gesamt monatlich ca. 360€ ca. 520€
Ersparnis pro Jahr 1.920€ mit PKV + bessere Leistungen

📈 Langfristige Perspektive

Bei 30 Jahren Dienstzeit spart unser Beispiel-Referendar mit der PKV über 60.000€ – und bekommt dabei bessere Leistungen. Das ist keine Kleinigkeit.

So findest du die richtige Entscheidung

Checkliste: PKV ist fast sicher richtig für dich, wenn…

  • Du planst, langfristig im Beamtenverhältnis zu bleiben
  • Du keine schweren chronischen Erkrankungen hast
  • Du Wert auf gute medizinische Versorgung legst
  • Du monatlich Geld sparen möchtest
  • Du verstanden hast, wie die Beihilfe funktioniert

🔍 Individuelle Prüfung nötig, wenn…

  • Du Vorerkrankungen hast (psychisch oder körperlich)
  • Du in einem Bundesland mit pauschaler Beihilfe bist
  • Dein Partner gut verdient und ihr die Familienversicherung nutzen könntet
  • Du unsicher bist, ob du Beamter bleiben willst

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Warum diese Entscheidung so wichtig ist

“Die Wahl zwischen PKV und GKV ist eine der wenigen Entscheidungen, die du als Beamter nur einmal triffst – und die dich finanziell ein Leben lang begleitet. Nimm dir die Zeit, sie richtig zu treffen. Eine Stunde Beratung kann dir zehntausende Euro sparen.”

– Bernd Krause, Geschäftsführer Der Fairsicherungsladen

Der Wechsel von der GKV in die PKV ist als Beamter jederzeit möglich. Umgekehrt praktisch nie. Wer einmal privat versichert ist, bleibt es in der Regel bis zur Pension. Das ist kein Problem – solange du den richtigen Tarif gewählt hast.

🚫 Der teuerste Fehler

Viele Beamte wählen den billigsten PKV-Tarif, den sie finden. Jahre später ärgern sie sich über schlechte Leistungen oder explodierende Beiträge. Die Entscheidung sollte nicht nach dem Preis fallen, sondern nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Häufige Fragen zur PKV für Beamte

Muss ich als Beamter in die PKV?

Nein, es gibt keine Pflicht. Du kannst freiwillig in der GKV bleiben. Es ist nur in den meisten Fällen finanziell nachteilig.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Wechsel?

Zum Beginn des Referendariats oder der Verbeamtung. Je jünger und gesünder, desto günstiger der Beitrag – ein Leben lang.

Was ist mit Vorerkrankungen?

Viele Vorerkrankungen sind versicherbar, oft sogar ohne Zuschlag. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt deine Chancen ohne Risiko.

Kann ich später in die GKV zurück?

Als Beamter praktisch nicht. Du müsstest das Beamtenverhältnis beenden und als Angestellter unter die Versicherungspflichtgrenze fallen.

Was kostet eine gute PKV für Beamte?

Mit 50% Beihilfe: ca. 180-300€ monatlich für einen guten Tarif. Mit 70% Beihilfe: ca. 100-180€. Die genauen Kosten hängen von Alter, Gesundheit und gewählten Leistungen ab.

93%

der Beamten wählen die PKV

2.000€+

durchschnittliche Ersparnis pro Jahr

40+

Jahre Beratungserfahrung

800+

Top-Bewertungen

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